Allgemeine Hintergrundinformationen
Die Tempelritter, gegründet Anfang des 12. Jahrhundert im Laufe der Kreuzzüge und benannt nach dem ersten Quartier des Ordens auf den Ruinen des salomonischen Tempels in Jerusalem, war der erste erfolgreiche Versuch, die Stände von Mönchen und Rittern zu vereinen, die es bis dato nur getrennt gab. Die Aufgabe des Ordens war es, die Straßen des heiligen Landes, des heutigen Israels, für christliche Reisende zu sichern. Die Mitglieder der Bruderschaft verpflichteten sich zu materieller Armut und vermachten ihren gesamten Besitz dem Orden. Daher auch der erste offizielle Name "Die armen Ritter Christi".
Die ersten Aktivitäten der Tempelritter, wie sie später aufgrund ihres Hauptquartiers genannt wurden, waren kriegerischer Natur. Sie fochten Schlachten im Namen Christi aus, die immer wieder die eigenen Reihen ausdünnten. Aufgrund der eigenen Bekanntheit füllten jedoch immer neue Mitglieder die Lücken, die die Gefallenen hinterließen. Der Orden, der im Laufe der Zeit, trotz des Armutsgelübdes seiner Mitglieder, selbst immer reicher wurde, verlagerte seine Aktivitäten dann auch immer mehr in Richtung von finanziellen Dingen. Viele für uns heute alltägliche Dinge sind eine Erfindung der Tempelritter, denn sie entwickelten als erste fortschrittliche Buchführung und die Vorläufer der heutigen Banknoten, und begründeten damit das Bankwesen der Neuzeit.
Den Höhepunkt ihres Einflusses erreichten die Templer 1139, als sie vom amtierenden Papst, Innozenz II., per päpstlicher Bulle (Urkunde) direkt der Kirche unterstellt wurden. Zu dieser Zeit hatten die Templer etwa 15000 Ordensmitglieder, und waren für viele Fürsten und hohe Häuser der Geldgeber und -verwalter. Je größer die Macht, desto zahlreicher die Neider besagt ein altes Sprichwort, und so kam mit dem Reichtum und dem Einfluss auch das Ende der Tempelritter. Frankreichs König, Philipp IV., gilt heute als Henker des Ordens. Zur Finanzierung eines neuerlichen Kreuzzugs, den ihm seine Berater nahelegten, wollte er den Reichtum des Templerordens an sich bringen. 1305 ließ er die Templer zu Ketzern erklären, die sich der Gotteslästerung und der Sodomie schuldig gemacht hatten. Trotz des päpstlichen Schutzes war damit das Schicksal der Templer besiegelt, denn der amtierende Papst, Klemens V., war selbst Franzose, und vom französischen König abhängig.
Es dauerte von diesem Zeitpunkt an zwar noch zwei Jahre, aber am 13. Oktober 1307 gingen die Franzosen dann gewaltsam gegen den Orden vor. Sie verhafteten alle Mitglieder der Führungsebene, und stellten sie vor Inquisitionsgerichte, die allesamt in Todesurteilen auf dem Scheiterhaufen endeten. Die Scheinprozesse, die ja nicht auf Fakten, sondern Behauptungen beruhten, zogen sich über viele Jahre hin. 1312 löste Papst Klemens V. auf dem Konzil von Vienne den Orden offiziell auf und die Ära der Tempelritter endete zwei Jahre später mit der Hinrichtung des letzten Großmeisters, Jacques de Molay, auf dem Scheiterhaufen.
Die Templer in Hellgate: London
Diese edlen Anhänger der alten Bräuche und Riten der Tempelritter sind auf einem Kreuzzug gegen das Böse. Ihre alten Schriften sowie ihre gesamte Ideologie sahen die infernalische Invasion der uns bekannten Welt schon Jahrhunderte zuvor voraus. Seit dem dunklen Zeitalter, welches schon viele ihrer ideologischen Vorfahren das Leben kostete, bereiten sie sich auf die Apokalypse vor und ihre Vorbereitung sollte auch nicht ohne Sinn bleiben...
Sie erlernen die Wege der heiligen Magie und organisieren sich und ihre gesamte Gefolgschaft für den ultimativen Krieg, die Schlacht, die über das Schicksal der Menschheit entscheiden wird.
Der Templer in Hellgate: London ist ein Charakter, der sehr viel Schaden austeilen und einstecken kann. Er ist ein Meister im Umgang mit Schwert und Schild, wodurch es sehr flexibel ist. Seine heilige Kraft stärkt Ihn zusätzlich im Kampf gegen die Dämonen. Der Templer verbindet im Kampf geschickt die Anwendung von heiliger Magie und physischen Angriffen. Dadurch kann er sich ohne Probleme gegen jede Art von Gegnern durchsetzen.
Die Templerklasse in Hellgate: London teilt sich auf in:
- Schwertmeister (Blademaster)
- Hüter (Guardian)
Spielweise und Eigenschaften des Hüters

- Überwiegend defensiv. Der Hüter arbeitet hauptsächlich mit Skills, die seine Heilung oder den Rüstungswert verbessern. Allerdings kann er mit „Schildattacken“ oder mit anderen Waffen geringen Schaden austeilen . Außerdem kann er den Rüstungswert seiner Gegner verschlechtern, was ein Vorteil für die ganze Party ist.
- Hält sich immer an der „Front“ auf. Durch seine extrem gute Rüstung ist es für den Hüter kein Problem mehrere Gegner auf einmal zu blocken. Dadurch kann er andere Teammitglieder schützen.
- Die Hauptfunktion des Hüters liegt darin die Gegner zu blocken, wodurch wie oben erwähnt das Team geschützt wird. Ihm ist es auch möglich, die Heilung der Teammitglieder zu unterstützen.
Spielweise und Eigenschaften des Schwertmeisters

- Der Schwertmeister ist die offensivste Klasse im Spiel und wird gerne als Damage-Dealer bezeichnet. Er kämpft immer an der Front, denn dort kann er seinen Schaden komplett entfalten. Er besitzt verschiedene Auren, die seinen Schaden passiv erhöhen. Außerdem hat der Schwermeister die Möglichkeit mit verschiedenen Skills seine Heilung zu verstärken oder seine Angriffsgeschwindigkeit erhöhen.
- Ihm ist es möglich 2 Schwerter zu tragen, wodurch er der perfekte Nahkämpfer ist. Er kann für massiven Schaden bei größeren Gruppen sorgen, hat aber auch mit einzelnen Gegnern kein Problem.
- Im Vergleich zum Hüter hat der Schwertmeister eher eine geringere Rüstung, kann dafür aber auch für größeren Schaden sorgen.
- Der Schwertmeister ist kein Supportcharakter. Die Skills des Schwertmeisters haben keine Boni für die Teammitglieder. Aber auch Ihm ist es möglich mit einem Skill die Bewegungsrate eines Gegners zu verringern, was auch durchaus ein Vorteil für die ganze Gruppe ist.