Teil 3: Covent Garden und Release, ich komme!
Wart ist glücklich. Nur ich bin es nicht. Der Server war mal wieder einige Stunden lang weg. Wie gewohnt trudeln die Techniker von Ping0 recht früh ein (früh ihrer Zeit - Bei uns ging die beste Spielzeit flöten). Das Problem ist flott behoben, und die Server könnten online gehen. Tun sie aber nicht. Erst gibt es ein Update mit einer ellenlangen Bugfixliste. Flagship ist selbst zu faul, die komplette Liste zu tippen, und schreibt deshalb sinngemäß: "Setze Deinen Lieblingsbug hier ein - Der wurde auch gefixt".
Natürlich gilt auch für Hellgate der berühmt-berüchtigte Leitspruch "Never play on patch day". Kaum eingeloggt, einen Tag später, erwartet mich auch schon der später immer wieder in Foren und Spiel zitierte "hair bug". Bei Auswahl einer bestimmten Shader Version in den Einstellungen leuchten die Haare aller Spielfiguren und NPC's, als ob sie grelle Knicklichter sind. Nervt eigentlich sehr, hat aber einen unschätzbaren Vorteil: Murmur sieht deutlich besser aus! Naja, schlechter konnte es ja auch nicht mehr werden...
Genug gegafft, es wird Zeit, voran zu komm
en. Der Techniker hat es immer noch nicht geschafft, den Zugangstunnel, der zur Covent Garden Station führt, frei zu machen. Wenn es voran gehen sollen, muss ich in die Zugangstunnels dieser Station, und den Viechern dort ein paar Teile abnehmen. Dann verspricht er mir, auch schnell fertig zu werden. Typisch. Quid pro Quo.
Naja, meckern und heulen ändert nichts, ab in den Tunnel. Alles voller Grafitti (Pat Harris ist ein Lügner!!!), typisch London. Und voller Dämonen. Nicht ganz so typisch. Immerhin, dank der Enge hier unten ist es manchmal sogar der Fall, dass meine rote Kugel nicht zu 100% gefüllt ist. Aber dafür stehen hier auch einige rötliche Fässer rum. Drauf
geschossen, und die Explosion zerfetzt Kisten und Dämonen in der Nähe gleichermaßen. Hier fällt mir auch gleich der erste richtige Gameplay-Unrealismus auf: Steht man selbst in der Explosion, ist das völlig egal. Verletzt werden nur Gegner und Gegenstände. Gut fürs schnelle Spielgefühl, weniger gut für den "Realismus", wenn man denn angesichts madenspuckender Ungetüme davon sprechen kann.
Maden werden hier übrigens nicht auf mich gespuckt. Dafür kommt ein in gelb geschriebener "Rattenaffe"(?!?) um die Ecke, und fängt an, Feuerbälle auf mich zu werfen. Im ersten Moment etwas erschreckend, schließlich hatte ich das noch nicht - Aber meine Drohnen und Bots zerlegen auch ihn recht flott. Aktueller Schwierigkeitsgrad: Fanadin.
Immerhin lässt dieses Vieh mein erstes blaues Item fallen, ein Relikt. Derzeit habe ich noch keine Waffe, in die das Ding passt, aber aufgehoben wird es allemal. Schließfächer mit ausreichend Platz gab es ja nach dem Patch endlich in jeder U-Bahn-Station.
Zurück in Holborn gebe ich, wie gewohnt, erfüllte Quests ab, und lasse mir vom Murmeltier den Tag verderben: Er kommt mit nach Covent Garden...Nachdem ich die Drecksarbeit gemacht hab. Scheiss Stalker! Egal, die Zugangswege dorthin sind nun betretbar, und auf dem Weg kann ich zwei weitere Quests erfüllen. Aber wie die aussehen, verrate ich nun nicht. Das findet mal schön selbst heraus.
Nur soviel vorab, als kleines Fazit: Die Alpha war in vielerlei Hinsicht eine Überraschung. Gute Grafik, aber ungewohnte Perspektive. Manchmal sogar zu Shooter-artig, wie ich beim Scharfschützen empfand. Extrem stabile Server, wenn man das Entwicklungsstadium bedenkt. Ein relativ lascher und langweiliger Einstieg, der sich aber spätestens mit den Quests in Covent Garden schnell verliert. Dort steigt auch der Schwierigkeitsgrad rapide an.
Alles in Allem möchte ich Flagship, Ping0 und all den freundlichen Mittestern an dieser Stelle danken! Ich denke, wir hatten Einblick in etwas tolles, und haben unseren Teil durch Tests und Bugreports beigetragen. See you at Covent Garden...
Links:
- Nunjas Alphagalerie
- Nunjas Alphatagebuch, Teil 1
- Nunjas Alphatagebuch, Teil 2