Am ehesten gleichen wohl Kaufmannsgilden den modernen Gilden in MMORPG`s. Die ersten Vereinigungen (in ihrer Blütezeit zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert), entstanden weil Kaufleute damals ein gefährliches Leben lebten. Bedingt durch den aufblühenden Interkontinental-Handel in Europa waren Kaufleute gezwungen von Markt zu Markt zu reisen. Nicht nur Wind und Wetter stellten für diese Leute und ihre Ware eine Gefahr dar, sondern auch Straßenräuber . So entwickelten sich die Vorfahren der heutigen Gilden. Kaufleute, meist aus der gleichen Heimatstadt, schlossen sich zusammen, um gemeinsam die riskanten Wege zu bewältigen, durch gegenseitigen Schutz und Unterstützung.
Dieses System wurde nach und nach erweitert. Verbindliche Regeln, welche nicht nur das Verhalten der Mitglieder bei einem Angriff sondern auch bei Rechtsstreitigkeiten festlegten, wurden aufgestellt, Leiter wurden gewählt. Ebenso entstand zwischen den Gilden verschiedenster Städte ein umfangreiches Netz aus diplomatischen Beziehungen. Hier sollte einem die Ähnlichkeit auffallen mit unseren heutigen Gilden.
Einige Gilden nahmen jedoch auch Kaufleute aus anderen Städten auf. Konnten sie sich auch auf andere Städte ausbreiten. Dies hatte zur Folge, dass Gruppierungen wie die deutsche Hanse entstanden, die wohl wirtschaftlich als auch politisch mächtigste Gilde, die Europa jemals gesehen hatte.
Was bringt eine Gilde heute?
Im Gegensatz zur Profitgier der Gilden aus der Vergangenheit, geht es für die meisten Spieler eines MMORPGs bei einer Gilde hauptsächlich um Spaß und die Gemeinschaft.
Natürlich hat eine Gilde selbst heute noch Parallelen zur Vergangenheit wie Regeln oder einen Kodex, Heute will man als Mitglied einer Gilde gemeinsam die Rollenspiel-Welt und ihre Abenteuer erleben um das volle Potenzial eines Spieles entfalten zu lassen. Sei es durch die Vereinfachung des MMORPGs angesichts verschiedenster Dinge wie dem Leveln oder durch schiere Machtsucht bedingte Ziele, welche man nur mit jenen erreichen kann, die sich den gleichen Interessen verschrieben haben. Insbesondere beim letzten Punkt allerdings werden nochmals die Parallelen zur Historie deutlich.
RP? OOC? Wie bitte?
Trotz des Spaß-Motivs, dem schier alle Online-Gilden zu Grunde liegen, gibt es natürlich dennoch einige grundlegende Unterschiede zwischen den verschiedenen Gilden. Die Zweiteilung in RP- und OOC-Gilden ist wohl mit die entscheidenste.
OOC = Out of Character
OOC bedeutet, dass sich im Spiel auch mal über die derzeitige Situation im realen Sport unterhalten wird oder über das eigene Liebesleben. Char-Namen wie Nasenbär oder Gummihuhn sind nicht selten. Man identifiziert sich nicht mit dem Charakter den man spielt, sondern sieht in ihm nur eine Puppe, mit der man Spaß hat. Bei OOC-Gilden steht also der Spaß im Vordergrund und nicht die Erlebnisse, im Spiel. Man benutzt die Gilde auch um zu reden, wie in einem Chat.
RP= Role Play
Rollenspieler unterhalten sich im Spiel nicht über die aktuellen realen Nachrichten, sondern redet über Geschehnisse im Spiel selbst aus der Sicht des Charakters. Er lebt seinen Charakter und gibt diesem Merkmale und Charakterzüge. Man schreibt eine Lebensgeschichte zum Charakter. Hier haben die meisten Charaktere Vor- und Nachnamen, die sich der Spieler selbst ausgedacht hat.
Eine RP Gilde besteht meist aus Spielern, die lange am Spiel Spaß haben wollen und einmal aus ihrem normalen Leben hinaus wollen, um ein anderes Leben zu versuchen, sei es als edler Ritter oder dunkler Magier.
Shulgoth US
Sydonai EU
Alliance
Command
Korea
Test Center
Patch 1.2. - Fluch oder Segen?
Keine Ahnung - habe keinen sonderlich großen Unterschied bemerkt: 47.6% (10)
Fluch - sind trotzdem noch viel zu viele Bugs drin: 28.6% (6)