Viel hat sich in den letzten Tagen getan, gerade im Bezug auf Flagship, auch wenn die News derzeit rar sind. Das liegt natürlich vor allem daran, dass die Jungs in Tokio sind, um Hellgate: London auf der Tokyo Game Show zu präsentieren. Die zugehörige Liste, was an neuen Features dabei vorgestellt wird, liegt uns, wie allen Fanseiten selbstverständlich vor, wir dürfen sie jedoch erst zum Abschluss der TGS, also mit der offiziellen Bekanntmachung der Inhalte, veröffentlichen. Nur soviel sei gesagt: Die Liste ist lang!
Flagship hat vor kurzem, in Person unseres Community Managers Ivan Sulic, das erste Mal öffentlich mit den bekannten "Kinderkrankheiten", die jedes Projekt und jedes Unternehmen zwangsläufig begleiten, zu tun gehabt. Konkret war eine Information, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war, die Identität der dritten Klasse im Spiel, verfrüht an die Öffentlichkeit gelangt, und bei manchen Quellen direkt bekannt gegeben worden. Der Haken ist, dass dieser Spielinhalt exklusiv an ein Magazin verkauft wurde, welches ihn exklusiv veröffentlichen darf, und dafür auch sicherlich viel Geld bezahlt hat. Schließlich schafft es Hellgate derzeit in alle möglichen Most-Wanted-Charts, sei es in den Publikationen der Fachpresse, oder in den persönlichen Listen namhafter Journalisten.
Dass diese Information dennoch zugängig wurde, war eine solcher kleiner Fehler, der im schlimmsten Fall viel Geld kostet - Wir kennen ja alle den Blick von außen auf das amerikanische Justizsystem, wenn es an Konventionalstrafen und Schadensersatz geht. Die schnelle Intervention von Ivan Sulic scheint diesen Fehler jedoch gerade noch ausgebügelt zu haben, ebenso wie er eine Veröffentlichung der (noch vertraulichen) Feature-Liste für die TGS verhinderte.
Immerhin befindet sich Flagship diesbezüglich in bester Gesellschaft. Kaum ein ambitioniertes Projekt ist reibungslos gestartet. Wer erinnert sich nicht noch an den Tag des Erscheinens von Diablo 2 zurück - Über drei Monate hinweg war das Battle.Net quasi unspielbar, hohe Latenzen und Warteschlangen vermiesten den Spielern die Laune. Dennoch war das Spiel, nachdem diese Kinderkrankheiten im Griff waren, ein Riesenerfolg. Gleiches gilt auch für den ehemaligen Arbeitgeber von Bill Roper. Trotz des Hypes, der bereits vorher unglaubliche Ausmaße annahm, unterschätzte Blizzard den Ansturm auf World of Warcraft. Die virtuelle Welt von Azeroth konnte in den ersten Tagen quasi gar nicht stattfinden, und wenn dann nur in Standbildern und Disconnect-Bildschirmen. Auch hier hatte es jedoch ein Happy-End, denn World of Warcraft ist nach wie vor der Platzhirsch unter den MMOG's, und wird demnächst mit dem Addon "Burning Crusade" nochmals neue Nahrung bekommen.
Man kann also resümieren, dass selbst die erfolgreichsten Projekte nie ganz reibungslos verliefen. Hoffentlich ein gutes Omen für "unser" Hellgate: London! Eure Meinungen und Kommentare zu diesen Themen nehme ich gerne in unserem Forum auf, lasst etwas von euch hören! An dieser Stelle möchte ich außerdem den Kollegen von ingame herzlich zum einjährigen Jubiläum gratulieren. Weiter so!